Kalirevier

Unsere Heimat, das Kalirevier

Der Kalibergbau prägt schon seit mehr als 125 Jahren die Landschaft und Geschichte des Werratals. Nicht umsonst wird die Region auch "Land der weißen Berge" genannt.

Schon aus weiter Ferne sind die weißen Berge zu sehen, die in der Landschaft thronen. Beispielsweise der "Monte Kali" im hessischen Heringen (Werra) direkt an der Grenze zu Thüringen. Dieser besteht aus Steinsalz, dem Abraum der Kaliindustrie und ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Tour durchs "Land der weißen Berge". Von ihm aus hat man einen herrlichen Blick ins Werratal, in eine Region, die durch den Abbau von Kalisalz geprägt wurde und wird.

Das "weiße Gold"

Dass im Werratal ein Schatz unter der Erde schlummert, entdeckten schon die Kelten. Sie fanden salzliebende Pflanzen, die unter anderem dort wachsen, wo die Sole aus der Erde quillt. Die Salzgewinnung aus diesen Quellen war eine mühsame Angelegenheit. Anfangs wurde das Salzwasser gesiedet, später gewann man das Salz durch Gradierwerke. Die Arbeit darin hatte einen heilsamen Nebeneffekt. Das Einatmen der salzigen Luft ist gut für die Gesundheit und so entwickelte sich Bad Salzungen um 1900 zur Kurstadt. Überhaupt blühte das Werratal zu dieser Zeit auf. Justus von Liebig, der Begründer der Agrochemie, hatte die Bedeutung von Kalisalzen für das Wachstum der Pflanzen erkannt und Kali gab und gibt es im Werratal. Bergwerke entstanden.

Erlebnisbergwerk Merkers

Im 1993 stillgelegten Bergwerk Merkers können Besucher auf Erlebnistour gehen und sehen, wie das "weiße Gold" gefördert wurde. Die Tour durch das riesige Stollensystem zum ehemaligen Goldlager der Reichsbank, der Kristallgrotte und dem Konzertsaal ist ein einmaliges Abenteuer.