Schmiede

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Broterwerb

Beschreibung


<p><strong>Das Reifenaufziehen</strong><br />

Das Reifenaufziehen war eine h&auml;ufige Arbeit, denn bei den schlechten Wegen brachen oft die Holzr&auml;der. Hatte der Stellmacher den Holzreifen fertiggestellt, nahm der Schmied das Ma&szlig; der Felge und fertigte einen Eisenreifen mit etwa 2&ndash;3 cm geringerem Umfang an. Das Holzrad wurde mit drei Holzstempeln waagerecht aufgestellt und der Eisenreifen gleichm&auml;&szlig;ig in der Esse erhitzt. Dadurch dehnte sich er sich aus und konnte im gl&uuml;henden Zustand auf die Felge aufgeschlagen werden. Diese Arbeit musste sehr schnell gehen, da der Holzreifen zu brennen begann und mit Wasser abgek&uuml;hlt werden musste. Durch das Eintauchen oder Begie&szlig;en zog sich der Eisenreifen fest um das Holzrad. Ein Schmied brauchte viel Erfahrung, denn wenn der Eisenreifen zu knapp bemessen war und er sich beim Erkalten zu stark zusammenzog, konnte der Holzreifen gesprengt werden und die Umstehenden verletzen. Das betraf dann meist Familienmitglieder, die beim Reifenaufziehen zur Hand gingen.</p>

<p><img alt="" class="responsive" src="https://webapp.museum-friedewald.de/webeditupload/images/stationen/07/07_03_02_Reifenaufziehen_Deiseroth.jpg" /></p>

<p><em>Der Schmied Heinrich Deiseroth (2. v. l.) mit Frau Elisabeth, Tochter Elly und Schwiegervater Konrad Budesheim beim Aufziehen eines Eisenreifens, 1933</em></p>

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<p><strong>Einrichtung einer Schmiede-Werkstatt</strong><br />

In unserer Vitrine sehen Sie typische und originale Einrichtungsgegenst&auml;nde einer ehemaligen Schmiede aus Friedewald. In der Ecke steht die sog. Esse, die Feuerstelle zum Erhitzen des Metalls. Dar&uuml;ber an der Decke befindet sich ein gro&szlig;er mechanisch betriebener Blasebalg. Durch die entsprechende Zuf&uuml;hrung von Sauerstoff wurde die Temperatur reguliert. Der gro&szlig;e Metallblock vor dem Schmied ist ein Amboss. Er zeigt auf der einen Seite eine glatte Bahn auf der anderen Seite ein Rundhorn. Der Handwerker platzierte darauf sein Werkst&uuml;ck und bearbeitete es mit unterschiedlichen Werkzeugen zum Halten, Verformen, Lochen und Schneiden. In der Werkstatt k&ouml;nnen Sie zahlreiche Zangen und Hammer entdecken. An der Wand hinten sehen Sie Hufeisen und Hufmesser.</p>

<p><img alt="" class="responsive" src="https://webapp.museum-friedewald.de/webeditupload/images/stationen/07/07_03_04_Kuhhufe_beschlagen.jpg" /></p>

<p>Beschlagen des Hufs einer Kuh, Schmiede (Stadt-)Allendorf, um 1956 &copy;Karl Weitzel</p>

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<p><strong>Nagelschmied</strong><br />

Heute kaum vorstellbar, aber bis zum Aufkommen der maschinellen Fertigung von N&auml;geln aus Draht um 1800, entstanden N&auml;gel in Handarbeit. Der Beruf des Nagelschmieds entstand als ein Spezialzweig des Schmiedehandwerks und unterteilte sich in Wei&szlig;- und Schwarznagelschmiede. Wei&szlig;n&auml;gel waren verzinnte N&auml;gel, w&auml;hrend Schwarzn&auml;gel nach dem Schmieden mit Lein&ouml;l schwarz gebrannt, gebl&auml;ut oder roh belassen wurden.</p>

<p><img alt="" class="responsive" src="https://webapp.museum-friedewald.de/webeditupload/images/stationen/07/07_03_03_Naegel.jpg" /></p>

<p><em>Handgeschmiedete eiserne Hakenn&auml;gel, ca. 16 cm, vor 1900 &copy;historische-kleinteile.de</em></p>

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<p><strong>Schmiedearbeiten aus Friedewald</strong></p>

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