Stellmacherei

Stellmacherei

Broterwerb

Beschreibung


<p><strong>Die Herstellung eines Holzrades</strong><br />

Die Kunst des Stellmacherhandwerks zeigte sich vor allem bei der Herstellung eines Holzrades. Zuerst wurde der Nabenrohling auf der Drehbank abgedreht und anschlie&szlig;end die Speichenl&ouml;cher mit einem Schneckenbohrer angebohrt. Auf der Zugbank erhielten die Speichen ihre Form. Die zuges&auml;gten Felgenteile (Viertelkreis) wurden auf der Innenseite mit dem Schiffshobel rundgearbeitet, untereinander verd&uuml;belt, auf die Speichen geschlagen und verkeilt. Mit Zugmesser, Raspel und Feile wurde dem Rad der letzte Schliff gegeben.</p>

<p><img alt="" class="responsive" src="https://webapp.museum-friedewald.de/webeditupload/images/stationen/06/06_03_02_Holzrad.jpg" /></p>

<p><em>Ein Holzrad entsteht&nbsp;&copy;Claus Ableiter</em></p>

<hr />

<p><strong>Beruf im Wandel</strong><br />

Urspr&uuml;nglich handelte es sich um unterschiedliche Berufe: der Radmacher lieferte die R&auml;der, der Stellmacher das Gestell. Heute wird es zusammengefasst unter dem Begriff Stellmacher. Mit dem Aufkommen der Eisenbahn im sp&auml;ten 19. Jhd. waren die Fertigkeiten der Stellmacher als Waggonbauer begehrt. Ihre Kenntnisse ben&ouml;tigte man sp&auml;ter auch im Karosseriebau der Autohersteller. Seit der Einf&uuml;hrung industrieller Flie&szlig;bandfertigung sank die Bedeutung der Stellmacherei rapide.<br />

In der DDR war Stellmacherei besonders im b&auml;uerlichen Umfeld noch bis zur Wende ein &uuml;blicher Beruf. Vor allem in landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und volkseigenen Betrieben kamen dem zahlreiche Aufgaben zu, z. B. das Anfertigen von gro&szlig;en Holztoren oder Holzaufbauten von Spezialmaschinen, aber auch Karussellen oder traditionellen Holzwagen f&uuml;r b&auml;uerliche Festlichkeiten.</p>

<p><img alt="" class="responsive" src="https://webapp.museum-friedewald.de/webeditupload/images/stationen/06/06_03_03_Felge_aufschlagen(1).jpg" /></p>

<p><em>Stellmachermeister Konrad H&ouml;ll beim Aufschlagen der Felge auf die Speichen, um 1920</em></p>

<p><em><img alt="" class="responsive" src="https://webapp.museum-friedewald.de/webeditupload/images/stationen/06/06_03_04_Wagenpeter.jpg" /></em></p>

<p><em>Stellmacher in Altenlotheim, gen. Wagenpeter, beim Reparieren eines Rades, um 1920</em></p>

<p><em><img alt="" class="responsive" src="https://webapp.museum-friedewald.de/webeditupload/images/stationen/06/06_03_06_Mistkarre.jpg" /></em></p>

<p><em>Mistkarre, Bauernhof Friedewald</em></p>

<p><em><img alt="" class="responsive" src="https://webapp.museum-friedewald.de/webeditupload/images/stationen/06/06_03_07_Holzwagen_Ernst.jpg" /></em></p>

<p><em>Leiterwagen mit Jauchfass &copy;Otto Ernst</em></p>

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